House of the Dead 2: Dead Aim (2006)
House of the Dead 2: Dead Aim (2006) (House of the Dead 2)
Kinostart: unbekannt
DVD-Start: 07.11.2006
FSK-Freigabe:  ab 18
Länge: 92 Minuten
Studio: Sony Pictures Home Entertainment
Regie: Michael Hurst
Drehbuch: Michael Roesch, Peter Scheerer
Darsteller: Emmanuelle Vaugier, Ed Quinn, Sticky Fingaz
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73%
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Inhalt
Das Sequel setzt da an, wo der Vorgänger aufhörte: Zombies sorgen für Chaos und eine Gruppe von Menschen zieht aus, um die Untoten zur Strecke zu bringen.

Kritik

Er ist der unbestrittene Trashpapst aus deutschen Landen, und doch schafft er es immer wieder, Geldgeber für seine Filme zu finden. Ich spreche natürlich von Uwe Boll und den bekannten Medienfonds, die über die Firma des Doktoren laufen. Obwohl Bolls Filme speziell im Kino nicht den durchschlagenden Erfolg verbuchen können, wie es sich die Investoren für Filme wie "Alone in the Dark" und "BloodRayne" gewünscht hätten, spülen sie durch DVD-Verkäufe immerhin genügend Geld in die Kassen, um weitere Projekte in Angriff zu nehmen. Etwas verdutzt nahmen wir deshalb die Meldung auf, "House of the Dead 2", der Nachfolger zum bisher wohl schlechtesten Bollwerk, sei in Arbeit. Als göttliche Fügung kann daher nur gedeutet werden, dass nicht Boll, sondern Micheal Hurst für die Regie verantwortlich zeichnete. Und es sei bereits gesagt: "House of the Dead 2" ist meilenweit vom Vorgänger entfernt - in positiver Hinsicht natürlich.

Eine ständig weiter um sich greifende Zombie-Infektion breitet sich auf einem abgelegenen Universitätscampus aus. In der Hoffnung, die Ausbreitung der Infektion aufzuhalten und die Zombie-Plage zu stoppen, erhält eine geheime Regierungsorganisation den Auftrag, Patient Zero zu finden - den ursprünglichen Zombie, der die Infektion in Umlauf brachte - und ein Gegenmittel zu entwickeln. Auf dem Campus stellen die Agenten Alex und Ellis fest, dass sich die ganze Universität in der Hand der Zombies befindet! Während sie einen verzweifelten Krieg gegen die Untoten führen, finden Alex und Ellis heraus, dass ihre Kollegen ihre eigenen Pläne mit der Zombie-DNA haben.

Natürlich setzt "House of the Dead 2" dort an, wo der Vorgänger aufhörte. Nur der Schauplatz ist neu, denn die Inselidylle liegt in weiter Ferne. Gekämpft wird nun in der Großstadt, oder besser gesagt dem Campus einer nahegelegenen Uni. Frischfleisch dürfte also ausreichend vorhanden sein, um die Gewehre mit Jagdwild zu füttern. Ausgelöst wird die neue Epidemie durch keinen Geringeren als Sid "Captain Spaulding" Haig. Als Nutty Professor bringt er das Spiel erst ins Rollen. Im Körper des altklugen Professor Curien wirkt Haig etwas deplatziert. Das ändert sich jedoch recht schnell, denn bereits wenige Minuten nach Auftritt stolziert der garstige Clown als Untoter durch die Gegend. Der blutige Spaß kann beginnen.

Erfreulicherweise konzentrierte sich das Team bei der Gestaltung des Films auf das Wesentliche. Wilde Bullit-Time Sequenzen gehören also der Vergangenheit an. Wir werden sie sicher nicht vermissen, oder? "House of the Dead 2" beginnt so, wie er auch endet. Als spaßige Actionschlacht vor dem schulischen Hintergrund eines amerikanischen College. Für Kanonenfutter sorgen hunderte von Studenten, die schon bereitwillig auf das Eliteteam der A-M-S warten. Dass blutige Kämpfe dabei einen Großteil des Geschehens einnehmen, ist natürlich selbstredend. Und böse sind wir deshalb sicher nicht, denn inszeniert ist das Ganze ausgesprochen locker und spaßig. Langeweile sollte über die 95-minütige Laufzeit also nicht aufkommen. Aufgelockert werden die Kämpfe dabei durch mehr oder minder coole Sprüche der Darstellerriege.

"House of the Dead 2" zeigt außerdem, dass es nicht Peter Scherrer und Michael Rösch waren, die für das unfreiwillig schlechte Konzept des Erstlings verantwortlich waren, sondern allein Boll. Denn hier beweist das Duo, dass es sehr wohl etwas von der Materie verstehen und die Handlung für einen abendfüllenden Film liefern kann. Etwas unlogisch bleibt die Tatsache, dass sich Soldaten trotz blutiger Münder und Augen nicht infizieren. Übertragen wird das Virus schließlich über den Blutkreislauf, was bei einem Biss schnell zu spüren und zu sehen ist. Grundsolide Leistungen liefern die Schauspieler ab. Wie wir bereits erwartet haben, laufen weder Emmanuelle Vaugier noch Ed Quinn zu Höchstleistungen auf, doch es reicht, um ausreichend zu überzeugen.

In erster Linie sollte diese zweite Verfilmung des gleichnamigen Videospiels von Sega auf spaßiger Ebene genossen werden. Hohe Erwartungen gehören in eine andere Schublade gesteckt. Sonst könnte es schnell passieren, dass der Film den heimischen DVD-Player verlässt. Wilde Horden partytauglicher Twens erinnern in ihrem Auftreten nämlich eher an den neusten "American Pie" Ableger als an einen waschechten Horrorfilm. Wenn da nur das viele Blut und die offenen Wunden nicht wären. In Horden rennen die Zombies dann wie aufgeschreckte Hühner vor die Linsen der Gewehre. Untermalt von rockigem Sound lässt sich dann auch ordentlich Spaß haben. Darum geht es hier schließlich auch. Dramaturgische Elemente werden vereinzelt eingestreut, veranlassen den Zuschauer dank fehlender Nähe zur Figur jedoch nicht zum Tränenvergießen. Überzeugen kann "House of the Dead 2" deshalb eher, wenn es um brachiale Action geht. Schaurige Stimmung verbreitet der Film durch zu offensichtliches Verhalten des Bösen nicht.

Was wäre wohl aus dem heutigen Uwe Boll geworden, wenn der deutsche Regisseur bereits zu Beginn qualitativ hochwertige Videospiel-Umsetzungen auf den Markt gebracht hätte? Wir werden es wohl nie erfahren. Michael Hurst hat mit dem halben Budget eines "House of the Dead" einen gelungeneren Genrevertreter geschaffen, als es Boll hätte jemals zu kreieren vermocht. Wenn das keine Bestätigung ist. Kenner des Genres dürften überrascht sein. Obwohl "House of the Dead 2" die Gattung nicht neu erfindet, fühlt man sich gut unterhalten. Für einen freudigen Abend voller Action, dümmlicher Sprüche und Litern von Blut dürfte es trotz vorhandener Schwächen auf jeden Fall reichen.

>> verfasst von Torsten Schrader


User - Kurzkritik/Kommentar


Kommentar Nr. 9 - Geschrieben von Chris am 17.09.2007 13:05 Uhr 10 %
Teil 2 ist einfach nur belanglos und unnötig in die Länge gezogenes Zombiefilmchen dem Horror vollkommen abgeht. Sattdessen dürfen wir zusehen, wie ein Haufen von Knallchargen in Armyklamotten einen auf dicke Hose macht und Zombies über den Haufen ballert. Wirklicher Splatter gibts nicht, dafür Literweise Kunstblut, das wars aber auch gewesen.

Kommentar Nr. 8 - Geschrieben von Dawnclaude am 04.03.2007 02:38 Uhr 80 %
Ich hätte nicht gedacht, dass es tatsächlich jemanden gibt, der Teil 1 besser fand. (bis auf die wackelnde explosion am ende ;)) wie dem auch sei, Zombie film fans können durchaus einen ordentlichen Film erwarten. Neue Ideen? Müssen bei Zombiefilmen gar nicht sein, hauptsache die alten ideen werden ordentlich umgesetzt, denn das wurden sie bislang nur sehr selten außerhalb Romero und seinen Remakes. Nach dem wirklich mal extrem schlechten ersten Teil, der so wirkte, als hätte ihn ein 12 jähriger gedreht, war das doch hier ganz ordentlich. Kann mich also der hier offiziellen Kritik anschließen und den Film empfehlen. Gewisse unlogische aktionen sollte man einfach ignorieren, Logik bei einem Zombiefilm zu suchen, ist denke ich Zeitverschwendung :)

Kommentar Nr. 7 - Geschrieben von Shinji am 05.02.2007 14:23 Uhr 70 %
Also ich fand den gar nicht sooo schlecht, aber besseres gibt es auf jeden fall. Er war aber um einiges besser als Teil 1, den ich mir damals leider für 5€ ohne ihn vorher gesehen zu haben und zu wissen das Boll (würg)Regie führte gekauft habe. Also Teil 2 werde ich mir auf jeden Fall ins DVD Regal stellen. Nur es gab wirklich sehr viele unstimmigkeiten die auch schon von Herrn Schrader angesprochen wurden. Ich war aber ansonsten angenehm überrascht von Teil 2. Aber ich sagte ja auch das es bessere Filme gibt wie z.B. Dawn of the Dead (Original und Remake) oder Shaun of the Dead (superwitzig).

Kommentar Nr. 6 - Geschrieben von Freier Filmkritiker am 11.11.2006 13:43 Uhr 40 %
Als Fan der Videospielserie gab ich auch dem zweiten Teil eine Chance obwohl ich den ersten Teil nicht durchgehend gut fand. So verhält es sich auch mit Teil 2. Teilweise gute und coole Szenen jedoch auch schlechte und hausgemacht wirkende Stellen und nervende Szenen. So fällt den Machern nichts besseres ein wie die uralte und tausendmal gesehene Grundidee: Ein Kollege wird von Zombies gebissen, was nun????? sofort erschießen? etc. Diese inzwischen langweilige Grundidee über den ganzen Film bis zum Schluß hundert mal zu wiederholen. Frische Ideen sind Fehlanzeige. 20 Zombies die an einem Zaun wackeln der gleich durchbricht ist zu wenig. Alles geklaut und nichts dabei rausgekommen. Es ist so schade, dass Menschen mit so wenig Ideen bei den "House of the Dead Filme" am Werk waren. Spannung kommt bei keinem der Fime auf. Da ist mir der erste Teil noch lieber. Dort sind die Schauspieler nicht so schlecht als bei diesem zweiten Teil.

Kommentar Nr. 5 - Geschrieben von Holger am 17.10.2006 00:27 Uhr 20 %
Sorry, der 2. Teil konnte bei mir überhaupt nicht punkten. Erstens ist das Ganze stinklangweilig und dazu noch sehr billig umgesetzt. Ebenso wie House of the Dead 1 von Uwe Boll absoluter Mist und für Horrorfans nicht zu empfehlen. Das Sig Haig hier einen Gastauftritt absolviert hat ist unbegreiflich.

Kommentar Nr. 4 - Geschrieben von Zephyr am 15.10.2006 10:08 Uhr 90 %
ich war sehr angenehm überrascht! Nachdem der erste HOTD-Teil wirklich mies ist, ist der zweite Teil wirklich gut! Ich wage gar zu sagen, dieser Film könnte glatt als "DAWN OF THE DEAD 2006" oder "Return of the living Dead 6" durchegehen (und dabei Teil 4 und 5 schnell vergessen machen). Der Film hat für einen Zombie-Streifen durchaus Logik, Witz (wenn auch nur wenig, aber immerhin) und sehr intelligente Einfälle! Jeder Zombie-Fan sollte sich den Streifen ansehen! Ich freue mich schon auf Teil 3! ;-))

Kommentar Nr. 3 - Geschrieben von Dr. Iggy Bock am 15.10.2006 00:27 Uhr 60 %
Ich hätte nicht gedacht, das nach dem unterirdisch schlechten 1. Teil noch überhaupt etwas nachkommt...und siehe da, Operation fast geglückt, Patient troztdem tot, egal, hab mich super unterhalten, die Darstellung der Zombies ist überzeugend, gute Masken, die Story ist zwar Lichtjahre vorhersehbar und altbacken aber der Spannungslevel bleibt stets vorhanden...Reinschauen lohnt sich !!!

Kommentar Nr. 2 - Geschrieben von betman2000 am 12.10.2006 11:01 Uhr 20 %
Leider verspricht der Titel mehr als der Film. Teilweise UNLOGISCHE Story, schlechte Schauspieler und "sehr sehr Dumme Zombies" die meiner Meinung nach nicht richtig in Szene gesetz wurden. Aber entscheidet selbst, denn Geschmack ist unterschiedlich. Grüsse Betty

Kommentar Nr. 1 - Geschrieben von Ann am 09.10.2006 09:10 Uhr 50 %
Nicht gesehen, aber der Film bedient sich am Untertitel eines Resident Evil (Dead Aim). Von daher hat der Film schon jetzt die A-Karte bei mir XD

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