Boogeyman - Der schwarze Mann (2004)
Boogeyman - Der schwarze Mann (2004) (Boogeyman)
Kinostart: 17.03.2005
DVD-Start: 08.09.2005
FSK-Freigabe:  ab 16
Länge: 85 Minuten
Studio: Senator International/UIP
Regie: Stephen T. Kay
Drehbuch: Eric Kripke, Juliet Snowden
Darsteller: Barry Watson, Emily Deschanel, Skye McCole Bartusiak
Mehr
48%
Zur Filminfo
Inhalt
Tim wird als Kind Nacht für Nacht von furchtbaren AIbträumen geplagt. Selbst nach 16 Jahren intensiver Therapie leidet er unter schrecklichen Angstzuständen. Um sein Trauma zu überwinden, kehrt Tim in das Schreckenshaus seiner Kindheit zurück und stellt sich seinen Ängsten. Eine Nacht soll er in der alten verfallenen Villa verbringen. Nur zu bald stellt sich heraus, dass seine Furcht alles andere als eingebildet ist ...

Kritik

Bereits in der Kindheit müssen wir uns einer Frage immer und immer wieder stellen: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Die Horror-Schmiede Ghost House Pictures, die uns bereits mit Filmen wie „The Grudge“ erschrecken wollte, greift dieses Thema nun mit „Boogeyman“ auf. Mehr schlecht als recht möchte man meinen. Regisseur Stephen T. Kay versucht mit seinem Film die Ängste im Zuschauer wachzurufen, die in jedem schlummern, der des Abends unter der Bettdecke kauerte und auf das Schlimmste wartete. Erfahrungen konnte Kay nur bedingt mit diversen TV-Filmchen sammeln. „Boogeyman“ markiert neben „Get Carter“ seinen ersten großen Kinofilm.

Wind zieht durch die dunklen Gänge eines alten Gebäudes, das mitten im Nirgendwo wartet. Ein Kinderzimmer, in die Dunkelheit der Nacht gehüllt, belegt mit hunderten von Spielzeugen, die Dank passender Beleuchtung zum Monster mutieren. Dies ist das Zimmer des kleinen Tim, der sich wie jeden Abend vor einer Gestalt in seinem Zimmer fürchtet. Genauer gesagt vor dem Boogeyman, der in seinem Wandschrank hausen soll. Im Alter von acht Jahren musste Tim dann mit ansehen, wie sein Vater von einem unbekannten Wesen in den Kleiderschrank gezogen wurde. Seither hat er Angst vor dunklen Ecken und vermeidet diese in seiner Wohnung tunlichst. Als er an Thanksgiving zu den Eltern seiner Freundin fährt, muss er sein behütetes Zuhause jedoch verlassen.

Barry Watson spielt den kleinen, später etwas größeren Tim. Wer Watson bereits aus der TV-Serie „Eine himmlische Familie“ kennt, wird ihn in einem Horrorfilm nicht recht ernst nehmen wollen. Für die Zukunft gezeichnet, geben wir dem Guten dann aber doch eine Chance. „Boogeyman“ erfüllt auf den ersten Blick das, was der Titel verspricht. Gruselige Unterhaltung, die bereits zu Beginn überzeugen kann und mit einem possierlichen Monster aufwartet. Wie der dieser Review zu Grunde liegende Film im späteren Verlauf derart abfallen konnte, ist mir schleierhaft. Besonders einfallsreich oder gar innovativ waren die Köpfe hinter diesem Film dabei nicht. „Der schwarze Man“, wie dieses Werk in Deutschland getauft erschien, greift auf bewährte Mittel zurück.

Nach der anfänglichen Rückblende in die Kindheit unseres Protagonisten, geht es zurück in die Gegenwart, wo wir die Charaktere und Nebenstränge etwas näher kennen lernen. Nach einer kurzen Einführung geht es dann aber auch schon los, die Attacken beginnen. Begleitet von anschwellender Musik, haben die Effekte einen gewissen Reiz, können sich dann jedoch nicht vom Klischee befreien. Einfache Schocktherapie durch kurze „Buh“-Momente. Sie erfüllen ihren Zweck, beleben das Genre aber keinesfalls neu. Bis auf Watson spielen alle Darsteller im Mittelfeld. Den Oscar für die trantütigste Vorstellung hätte sich der Frauenschwarm nämlich verdient. Gefühlsregungen sind nicht zu erkennen, selbst als die Mutter das Zeitliche segnet.

„Boogeyman“ verkommt genau dann zur Lachnummer, als die titelgebende Schreckgestalt zum ersten Mal auf der Leinwand auftaucht. Schlechte CGI-Effekte stehen nicht unbedingt für Qualität und lösen erst recht keine Schocks aus. Die ersten Konzeptzeichnungen, die kurz vor dem eigentlichen Kinostart auftauchten, ließen auf eine monströse Gestalt hoffen, die allein durch ihre Abartigkeit überzeugt. Viel blieb von diesem Konzept nicht über, und so lohnt es dann einfach nicht, 60 Minuten auf den großen Knall zu warten, bis uns hier ein laues Lüftchen präsentiert wird, das dann auch nach wenigen Minuten Spielzeit den Geist aufgibt.

Die Spurensuche und der immer wieder auftauchende Boogeyman machen Lust auf mehr. In der zweiten Hälfte verliert der „Der schwarze Mann“ mächtig an Fahrt. Konfuse Handlungstränge vermischen sich zu einem ungenießbaren Brei, der sich im Laufe des Films dann auch nicht mehr auflösen will. Der „Boogeyman“ hätte dort bleiben sollen, wo er hin gehört: in den hintersten Regionen der Filmsammlung. Ein merkwürdiger Gesichtsausdruck und ein flaues Gefühl im Magen sind nach diesem Parade-Finale auf jeden Fall gesichert. Zu empfehlen ist „Boogeyman“ nur bedingt. Horror-Nicht-Viel-Gucker dürften dennoch ihren Spaß haben und werden gut unterhalten.

>> geschrieben von Torsten Schrader


User - Kurzkritik/Kommentar


Kommentar Nr. 9 - Geschrieben von Micha am 13.01.2010 00:42 Uhr 50 %
Naja, ein Gruselfilm eben! Nicht gut, nicht schlecht! Ein paar Schockeffekte waren dabei und es herrschte eine düstere Atmosphäre! So gut wie kein Blut und leider sah man den schwarzen Mann mehr oder weniger nur am Schluss.... Schade, hätte man mehr drauß machen können!

Kommentar Nr. 8 - Geschrieben von Horror Freak am 17.11.2008 16:35 Uhr 60 %
"Boogeyman" ist kein wirklich weltbewegender Film. Lange Zeit passiert nicht viel. Der Showdown am Schluss ist dann zwar war actionreich, aber gruselig wird es während der gesamten Filmdauer nur selten. Da hat mir "Fear of the Dark" mit seiner ähnlichen Thematik deutlich besser gefallen. Fazit: Durchschnittlicher Grusler. Kann man sich anschauen, aber erwartet nicht zu viel!

Kommentar Nr. 7 - Geschrieben von breidinger am 03.11.2007 13:36 Uhr 20 %
Langweilig wie eine 3-Tage alte Urinprobe... Es passiert gar nichts, bis am Schluss (leider) ein paar peinliche Effekte kommen und lauter Sachen und Gegenstände durchs Zimmer fliegen. Hui, wie gruselig... :-/

Kommentar Nr. 6 - Geschrieben von Freier Filmkritiker am 05.09.2007 11:58 Uhr 30 %
Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann. Vor einem solchen wohl niemand mehr. Die Story: Ein erwachsener Mann trägt seine Kinderängste vor einem Mann im Kleinderschrank mit sich herum. Mit dieser Haupthandlung kann man keine erwachsenen Menschen mehr unterhalten. Eine wesentlich härtere Gangart was die Blut und Gore Szenen anbetrifft (wenn man hier überhaupt davon sprechen kann) wäre hier das Rezept gewesen wirkliche Angst vor dem „Boogeyman“ zu transportieren. Für ganz zart beseitete oder für bis 15 jährige kann der Film noch als Gruselfilm durchgehen. Alles darüber schaut sich den Film halt einfach mal an. Den Schluss will man dann auch sehen. So sitzt man vor der Glotze rum bis zum Ende ohne das etwas weltbewgendes passiert was einem in Erinnerung bleiben würde.

Kommentar Nr. 5 - Geschrieben von Dennis am 30.01.2007 17:51 Uhr 60 %
Seichte Horrorkost, indem man den Hauptdarsteller Barry Watson richtig loben kann, der die Rolle wirklich gut spielt. Ansonsten zeigt der Film einige Schwächen, aber ganz so schlecht ist er wirklich nicht! Für ein unterhaltsamen Abend mit Gruselfaktor reicht es alle Mal.

Kommentar Nr. 4 - Geschrieben von Saw Man am 18.11.2006 09:13 Uhr 30 %
Hätte er 30 Minuten gedauert, wäre es als nettes Filmchen geworden. Und ab 16 ist eindeutig zu hoch angelegt! Lockt keinen Hund hinterm Ofen hervor. Das Original ist immer noch unübertroffen!

Kommentar Nr. 3 - Geschrieben von Damon Fry am 24.09.2006 20:52 Uhr 30 %
Großartige Grundidee. Aber meiner Meinung nach hat der Film mehr Schwächen als Stärken vorzuweisen. Spannung und Grusel lassen sehr schnell nach aber am meisten hat mich das lächerliche Finale enttäuscht.

Kommentar Nr. 2 - Geschrieben von Ann am 24.08.2006 14:59 Uhr 60 %
Also so schlecht wie alle immer tun ist er ja nun nicht... Ich kann auch nicht sagen das die CGI so grottig ist. Ja klar, man sieht das es am Rechner entstanden ist, aber das tut man auch beim "Krieg der Welten" oder gar bei "Pirates 2"! Auch finde ich den Boogeyman selbst nicht so schlecht. Okay, die Konzeptzeichnungen lassen mehr vermuten, aber allein die Idee ist doch ganz nett. Evtl. Spoiler: "Ist halt das wovor der Kerl Angst hat..." Dennoch, ich finde es doch etwas heftig was da alles von "Darkness Falls "geklaut" wurde und unterm Strich bleibt "Darkness Falls" dann auch weitaus besser. Trotzdem ein netter Film.

Kommentar Nr. 1 - Geschrieben von Brow am 23.08.2006 15:12 Uhr 50 %
Muß sagen das der Film weder richtig gut noch richtig schlecht war. Für Fans von Standart Horror Movies ist der Film sicher etwas. Horror verwöhnten wird der Streifen leider keine Schweißperlen auf die Stirn treiben. Fazit: Ein einigermaßen guter Horrorfilm den man sich sicher mal anschauen kann!

Kommentar verfassen

Name
Bewertung
Kommentar
BlairWitch.de BlairWitch.de - News BlairWitch.de - Reviews BlairWitch.de - Moviebase