A Tale of two Sisters (2004)
A Tale of two Sisters (2004) (A Tale of two Sisters)
Kinostart: unbekannt
DVD-Start: 05.01.2006
FSK-Freigabe:  ab 16
Länge: 110 Minuten
Studio: e-m-s New Media
Regie: Ji-woon Kim
Drehbuch: Ji-woon Kim
Darsteller: Kap-su Kim, Jung-ah Yum, Su-jeong Lim
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87%
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Inhalt
Zwei junge Schwestern kehren nach einem längeren Aufenthalt in der Psychatrie wieder ins Elternhaus zurück, wo sie von ihrem gefühlskalten Vater und ihrer verhassten Stiefmutter empfangen werden. In der vertrauten Umgebung schlummern aber nicht nur schöne Erinnerungen, sondern vor allem verborgene Geheimnisse und alte Traumata, so dass sich der Gesundheitszustand der Mädchen bereits kurz nach ihrer Ankunft wieder zu verschlechtern droht. Fernen wird die Familie von Alpträumen und schrecklichen Visionen heimgesucht...

Kritik

Nach langer Verspätung kommt „A Tale of Two Sisters“ nun endlich auch nach Deutschland. Vielleicht hängen euch die vielen Horrorfilme, die es in letzter Zeit aus Asien zu uns geschafft haben, ja schon zum Halse raus, aber dieser Film ist anders. Man setzt nicht auf eine recht einfache Story und langhaarige Mädchen, die aufgrund eines Fluches hinter dem Leben der Mensch her sind, sondern auf intelligenten Grusel, der zum Nachdenken anregt. An dieser Stelle weitere Storyinhalte preis zu geben, wäre sicherlich fehl am Platz.

Der Schausplatz ist geschickt gewählt. Ein großer Landsitz mitten im koreanischen Hinterland. Das Haus, dunkel bis in die letzte Pore. Selbst am Tage fällt kaum Licht in die dunklen Gänge der Flure und Zimmer. Passend dazu ist auch die gesamte Einrichtung eher dunkel und morbide gehalten. In diesem Haus leben die beiden Schwestern Su-mi und Su-yeonm, die eines verbindet: Sie hassen ihre Eltern. Die eine mehr, die andere weniger. Der Hauptgrund scheint jedoch eher die Stiefmutter zu sein, die ihre Stiefkinder abgrundtief hasst, und ihr Mann erkennt dieses Verhalten einfach nicht (zumindest macht es zum Anfang den Anschein). Die Darsteller nicht extra zu erwähnen, wäre bei diesem Film ein echter Fauxpas. Grandios spielen die zwei Zwillinge ihre Rollen. Dadurch werden die ganzen Emotionen des Films noch um ein Vielfaches verstärkt. Intensiv und ausdrucksstark verkörpern sie die Charakterzüge der Aufsässigkeit einerseits und der Schüchternheit und Zerbrechlichkeit anderseits. Ein grandioser Cast. Die Synchronstimmen sind wahrlich meisterhaft gewählt und stehen dem Original in nichts nach.

Wie bei vielen Werken von David Lynch hechtet man die ganze Zeit dem Storyverlauf hinterher. Nimmt man für kurze Zeit an, die Handlung begriffen zu haben, steht man wieder vor einem neuen Rätsel, da das nächste merkwürdige Detail nicht sehr fern zu liegen scheint. Der Horror -Aspekt nimmt nur eine kleine Rolle ein und taucht lediglich in ein paar Szenen auf, durchzieht mit seiner dunklen Atmosphäre aber den ganzen Film. Warum das Haus von Geisterwesen geplagt wird (natürlich wieder Form einer Frau mit langen, schwarzen Haaren), bleibt bis zum Schluss nicht erkennbar.

Im Grunde handelt es sich bei „A Tale of Two Sisters“ nicht um einen Horrorfilm, sondern ein tieftrauriges Familiendrama. Bis zur letzten Minute tappt man auf der falschen Spur, aber genau deshalb trifft die letzte Sequenz umso mehr. Vielleicht macht diese Erzählweise einen großen Reiz aus, denn das Abenteuer besitzt einen enormen „Wiederschauwert“ - damit man auch die letzten Metaphern entziffern kann, um das große Geheimnis der Schwesternliebe zu durchschauen. Die Bilder sind grandios in Szene gesetzt und zeugen von dem Können der Regie.

Wer bisher aufgrund der Sprachbarriere gezögert hat, sich dieses Meisterwerk zu importieren, kann nun endlich aufatmen. Der deutsche Publisher e-m-s liefert eine kompromisslos gute Umsetzung ab, die bei keinem Asia-Fan im Regal fehlen sollte. Der Film bildet im Prinzip eine Mischung der Grundideen aus The Others, The Sixth Sense und Ringu. Es ist aber die Art, wie diese Ideen verbunden werden und die grandiose Geschichte dahinter, welche den Film hervorheben. Vollkommen egal, ob man Horrorfilme nun mag oder nicht, „A Tale of Two Sisters“ bietet für jeden etwas. Zugreifen!

User - Kurzkritik/Kommentar


Kommentar Nr. 9 - Geschrieben von Uushilumbu am 30.10.2009 19:06 Uhr 100 %
Hervorragender Film! Vielen Dank auch für die gute Kritik! "A Tale of Two Sisters" ist ein Horrorfilm der besonderen Art, denn es handelt sich, wie oben erwähnt, eigentlich nicht um einen Horrorfilm, sondern erzählt die Geschichte eines tragischen Familienschicksals. Doch bis man dies durchschaut hat, muß man zahlreiche äußerst gruselige Momente überstehen. Das Wundervolle ist, daß man zunächst gar nicht versteht, wer denn nun eigentlich heimgesucht wird. Die beiden Schwestern Su-mi und Su-yeon? Schon, oder? Aber halt, die garstige Stiefmutter wird auf einmal ebenfalls heimgesucht. Und was hat der Vater, der unnatürlich lethargisch wirkt, mit all dem zu tun? Die Geschichte, die zwischendurch höchst komplex, ja, fast schon wirr, erscheint, wird in der letzten Szene aufgelöst; so einfach, als ob der Regisseur eine Decke zurückschlägt. Und mit einemmal fällt es einem wie Schuppen von den Augen, was es mit dem Haus und seinen Bewohnern auf sich hat. Das ist einfach nur überwältigend - und deshalb ist "A Tale of Two Sisters" ganz großes Kino.

Kommentar Nr. 8 - Geschrieben von Horror Freak am 17.11.2008 00:03 Uhr 60 %
"A Tale of two Sisters" ist ein durchaus gut inszenierter Film: Die Atmosphäre passt und es hat einige gruslige Momente. Die Spannung wird stetig aufgebaut und immer merkwürdigere Dinge gehen vor sich. Aber das hilft alles nichts, wenn man am Ende da steht und mehr Fragen als Antworten im Kopf hat. Die "Aufklärung" war für mich eher verwirrend und der gewünschte Aha-Effekt blieb aus. Deshalb nur 60%. Wer aber auf anspruchsvolles Kino steht und stets den Ueberblick behält, der bekommt hier sehr guten asiatischen Grusel serviert.

Kommentar Nr. 7 - Geschrieben von Mona am 23.08.2008 16:12 Uhr 50 %
Hm, also schlecht gemacht ist der Film sicher nicht, aber ich fand einfach die story zu vorhersehbar. Vielleicht hab ich was übersehen, wo hier alle davon sprechen wie "verschachtelt" der Film sein soll... Ist schon länger her, dass ich ihn gesehen habe, aber ich erinner mich, dass ich am Ende ziemlich enttäuscht war.

Kommentar Nr. 6 - Geschrieben von Sweet Smoke am 27.07.2008 15:02 Uhr 60 %
Ich war etwas enttäuscht da ich mich auf einen Horror eingestellt habe was es aber irgendwie nicht war. Die Story war sehr verwirrend und meiner Meinung nach wenig fesselnd... man sollte, wie von Mr.Reficul erwähnt wurde, den Film schon mindestens zwei mal sehen um in zu verstehen, aber dafür hatte der Film mich nicht genug gereizt. Aufmachung & Atmosphäre waren sehr gut sowie die Schauspieler... daher gebe ich doch nochmal mehr als 50%

Kommentar Nr. 5 - Geschrieben von Anna am 25.05.2008 14:01 Uhr 100 %
Einer der besten Psycho-Horror-Filme die ich kenne. Desto öfter man ihn schaut, desto mehr (gruselige) Details fallen einem auf und man findet die Antworten zu vielen Fragen, die man nach dem Sehen dieses Filmes auf jeden Fall hat. Gleichzeitig ist der Film aber auch unglaublich traurig. Für Fans des Splatter Horror, bei dem in jeder Sekunde ein Kopf rollt oder ein Monster erscheint ist dieser Film nichts. Er ist für die geeignet, die gerne nachdenken, rätseln und den Spannungsaufbau bis zur nächsten Grusel-Szene genießen. Der Film geht relativ lange, bzw. zieht sich. Wenn man also weiß, dass man Action braucht, sollte man den FIlm nicht schauen, denn wenn man nach der Hälfte ausschaltet, würde das einen ungenügenden Eindruck vom Film hinterlassen. Man muss bis zu dem Moment schauen, bei dem sich einem blitzartig die Gänsehäärchen auf der Haut aufstellen. Wuaaahhhh

Kommentar Nr. 4 - Geschrieben von Mr.Reficul am 07.03.2008 21:14 Uhr 70 %
Fand ihn angenehm erwachsen und nicht auf der Welle anderer Filme mitschwimmend. Die sehr verschachtelt erzählte Geschichte ist sehr gut in scene gesetzt und die Darsteller fand ich auch sehr gut, wobei mich das Ende dann doch sehr verwirrte, da ich mehr Fragen als Antworten hatte und die Auflösung nicht komplett verstanden habe. Beim zweiten mal gucken klappts bestimmt.

Kommentar Nr. 3 - Geschrieben von Ammadi am 01.01.2008 15:17 Uhr 90 %
Ein sehr starkes Gruselmärchen aus Korea. Eine brillante und durchdachte Story, die man bei vergleichbaren Hollywood Produktionen selten findet.

Kommentar Nr. 2 - Geschrieben von Ahiru am 13.10.2007 08:14 Uhr 90 %
Sehr gute Story, gruselig und geheimnisvoll auch ohne Eingeweide die bis zum Boden reichen. Leider empfand ich ihn etwas langatmig, zieht sich schon etwas.

Kommentar Nr. 1 - Geschrieben von Geisterstory-Fan am 25.08.2006 05:01 Uhr 80 %
Leider will der Film oft Horror sein, wird es aber nie. Dennoch ist dies ein Werk mit hohem Anspruch und überaus dramatisch. Vorallem die tyrannische Mutter, die für die abgrundartige Intriganz sorgt, machen das Werk sehenswert. Eine 85 von mir.

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