Kinostart: 04.06.2005
DVD-Start: 23.09.2005
FSK-Freigabe: ab 18
Länge: 105 Minuten
Studio: Dark Castle/Warner Bros.
Regie:
Jaume Collet-Serra
Drehbuch:
Charles Belden, Chad Hayes, Carey Hayes
Darsteller:
Elisha Cuthbert, Chad Michael Murray, Brian Van Holt
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Inhalt
Aufgrund einer Autopanne muss eine Gruppe von Collegestudenten Unterschlupf in einem düsteren Museum suchen. Schon bald stellen sie fest, dass das Wachsfigurenkabinett zwar sehr lebensecht aussieht, die Puppen aber aus toten Körpern bestehen. Aber die Sammlung des durchgeknallten Kurators ist noch nicht komplett...
House of Wax ist das Remake des gleichnamigen Horrorfilms aus dem Jahre 1953. Die Regie übernahm Jaume Serra, welcher hiermit zugleich sein Kinodebüt gibt, denn bisher kannte man den Spanier höchstens aus diversen Werbefilmchen. Man muss sagen, für Debüt gar nicht mal so schlecht Herr Serra. Besonderes „Highlight“ ist und bleibt für viele wohl der Auftritt von Milliardenerbin Paris Hilton, welche glücklicherweise nicht allzu häufig über die Leinwand flaniert. Zunächst einmal muss man zugeben, dass gewisse Ähnlichkeiten zum Texas Chainsaw Massacre Remake von 2003 nicht von der Hand zuweisen sind. Wenn man das Ganze mal näher betrachtet, tun sich ziemlich viele Parallelen auf. Ähnlich wie in TCM handelt der Film von der Gruppe gestrandeter Jugendlicher, es gibt einen oder besser gesagt zwei verrückte, welche unseren lieben Schützlingen an die Wäsche wollen, die Szenario ist ebenfalls in einem ausgestorbenen Hinterwälder Städtchen angesiedelt. House of Wax zieht in diesem Vergleich deutlich den Kürzeren, aber lest selbst. Leider fehlt es dem ganzen Film etwas an durchgängiger Atmosphäre, die mir bei TCM so gefallen hat. House of Wax bildet einen von wenigen Filmen, den man strikt in zwei Bereiche aufteilen kann. Die erste Stunde ist das nette Vorgeplänkel um die minimale Story etwas voran zu treiben. Die zweite Hälfte beginnt dann etwas Actionreicher und endet in einem furiosen Finale. Die erste Hälfte bildet hier eindeutig das Schlusslicht, denn sie gibt sich reichlich zäh. Es passiert einfach nicht großartiges, um den Zuschauer an die Leinwand zu bannen. Ein kleiner Erschrecker hier und da reichen leider nicht aus. Ab der mittleren Hälfte kommt der Film allerdings so richtig in Fahrt, schafft es aber leider trotzdem nicht, durchweg spannend zu bleiben. Bei den Darstellern sind vor allem die bezaubernde Elisha Cuthberg (mal ehrlich… mit blonden Haaren gefällt sie uns doch besser) und Jared Padalecki, der leider sehr früh das Zeitliche segnet, sind die sympathischsten Charaktere im Film. Paris Hilton auf deren Tod wohl die meisten Zuschauer warten, hält sich wacker und ist fast bis zum Schluss zu sehen. Ihre (blutige) Sterbesezen fällt dabei mehr als nur zweideutig aus, denn was konnte Paris in ihrem bisher größten DVD-Erfolg wohl am besten? Sie spielt dabei ganz passabel, gehört aber wohl eher doch nicht zu den großen Künstlern. Für ihre erste „Kino“rolle allerdings recht ordentlich. Jon Abrahams, welcher den ewigen Trottel mimt und Robert Richard, Paris ewig notgeiler Freund, fallen nicht gerade mit großem Schauspiel auf. Viele fragten sich sicher, warum gerade House of Wax ein FSK 18 Rating erhielt. Nun, das erklärt sich bei den Sterbeszenen von selbst, denn diese sind mehr als blutig und fies ausgefallen. In einer Szene als Elisha’s Finger dran glauben musste, zuckte das gesamte Kino vor Eckel zusammen. Dabei behält der Film trotzdem das Mass und bildet nicht eine weitere 0815 Blutorgie, sondern weiß sparsam damit umzugehen, ohne das es ins Lächerliche gezogen wird. Mit House of Wax ist Jaume Serra ein gutes Erstlingswerk gelungen, dass sich vor ähnlichen Genrekollegen nicht zu verstecken braucht. Wer nettes Horrorkino sucht, wird hier sicherlich fündig, wenn man von dem etwas lahmen Start absieht. Nette Schauspieler und eine interessante Kulisse runden das unterhaltsame Werk ab.