BloodRayne (2005)
BloodRayne (2005) (BloodRayne)
Kinostart: unbekannt
DVD-Start: 27.10.2006
FSK-Freigabe:  ab 18
Länge: 94 Minuten
Studio: Brightlight Pictures Inc./ Splendid Film
Regie: Uwe Boll
Drehbuch: Guinevere Turner
Darsteller: Kristanna Loken, Michelle Rodriguez, Matthew Davis
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Inhalt
Im 18. Jahrhundert will sich Rayne (Kristanna Loken) - halb Vampir, halb Mensch - an ihrem Vater Kagan (Ben Kingsley) rächen. Der König der Vampire hat ihre Mutter vergewaltigt und ermordet. Zuflucht findet Sie zunächst in einem Zirkus, doch als sie dort aus Notwehr das Blut eines Menschen kostet, erwacht ihr Blutdurst und sie verwandelt sich in Bloodrayne. Zusammen mit den beiden Vampirjägern Sebastian und Vladimir (Matthew Davis und Michael Madsen) macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater. Der Film ist ein Prequel zu den Spielen.

Kritik

Mit großen Lettern brannte sich der Name eines Mannes bereits im Trailer in die tränenden Augen des Betrachters. Tränend, weil die vorigen Werke dieses Regisseur bei vielen Filmfans noch gut im Gedächtnis verankert waren. Vom deutschen Wunderkind war einst die Rede, mit einem Wunschtraum, Hollywood nach Deutschland und Deutschland nach Hollywood zu holen. In einem beispiellosen Akt zerplatzte diese riesige Seifenblase bereits vor Jahren im Zuge der Veröffentlichungen sogenannter „Games to Movie“, Verfilmungen wie „Alone in the Dark“ und „House of the Dead“, die sich als leere Worthülsen mit geringem Inhalt entpuppten, allein durch den massiven Anteil von künstlichem Blut bestachen und in Sachen Technik ansatzweise gegen die Konkurrenz antreten konnten. Dem Deutschen Uwe Boll ist es dann auch zu verdanken, mit „BloodRayne“ eine weitere Verfilmung vom gleichen Schlage in die Masse geworfen zu haben.

Während Titel wie „House of the Dead“ und „Alone in the Dark“ vor einigen Jahren immerhin noch durchschnittlich in den amerikanischen Kinos anliefen, leistete sich Boll mit seinem Nachfolgewerk eine tiefe Bauchlandung, dessen Verluste allein auf den DVD-Markt umgewälzt werden mussten, um zwei Millionen Dollar, die „BloodRayne“ kläglich versagend beim US-Kinostart einnahm, in den grünen Bereich und damit die Gewinnspanne zu leiten. Weniger verwunderlich schien daher, die gleichnamige Verfilmung des Vampir-Slashers von Majesco Games direkt auf den deutschen Markt zu bringen, natürlich auf DVD. Beim Verleih griff B-Movie-Independent Splendid Film zu, die das erste Abenteuer über die Kampfamazone Rayne mit einem knappen Jahr Verspätung nun also auch in die hiesigen Regale stellten.

18. Jahrhundert: Vampire treiben im ganzen Land ihr Unwesen. Das Mädchen Rayne wird von einer Zirkustruppe festgehalten und als halb Mensch, halb Vampir vorgeführt. Eines Abends gelingt Rayne allerdings die Flucht aus ihrem Käfig und sie begibt sich auf eine gefährliche Mission. Ihr Ziel ist es, sich an ihrem Vater Kagan, dem mächtigsten aller Vampire, für die Vergewaltigung ihrer Mutter zu rächen. Die Vampirjäger Vladimir und Sebastian von der Brimstone Society verfolgen bald ihre Fährte und schaffen es, Rayne für ihre Ziele zu gewinnen. Mit Hilfe einer geheimnisvollen Prophezeiung gelingt es Rayne ein für Kagan wertvolles Artefakt zu ergattern, um somit eine Audienz zu erhalten.
Der Weg zu ihrem Ziel ist jedoch mühsam und die Truppe muss sich gegen böse Feinde bewähren. Viele dunkle Gestalten versuchen, sich ihnen in den Weg zu stellen.

Wir erleben die Figur Rayne, im anfänglichen Verlauf völlig unbeschrieben, was sich mit vorangegangener Filmlänge nicht übermäßig ändern wird, als Jahrmarktsattraktion, als Laune der Natur. Mit übermenschlichen Kräften ausgestattet, verschwinden zugefügte Wunden wie von Geisterhand - jedoch nur, wenn Blut im Spiel ist. Ein Leben in dieser unwirtlichen Umgebung passt der Dame überhaupt nicht, was einen Fluchtversuch, begünstigt durch den sexuellen Übergriff eines Mitarbeiters, mit sich bringt. Erst in der freien Natur verschlingt und schlachtet Loken wie eine läufige Katze auf Beutezug jede Person, die sich ihr in den Weg stellt, unterstützt von der Splatterqualität eines Ittenbach. Herr Boll schätzt deutsche Wertarbeit. Beim Basteln von lustigen Blutfontänen sollte Trash-Filmer Ittenbach jedoch auch bleiben, denn das Gen eines Filmemachers scheint dem Fürstenfeldbrucker nicht in die Wiege gelegt.

Das genannte Gen scheint eben auch Boll abhanden gekommen sein, dem es immer wieder gelingt, unsäglich nicht funktionierende Filme auf die Leinwand zu bringen. Die Magie des Kinos spiegelt sich in keiner Sekunde im Filmmaterial wider. Gewaltige Landschaften, die dem Regisseur beim Dreh in Rumänien zur Verfügung standen, blieben weitestgehend ungenutzt. Von eingestreuten Landschaftsaufnahmen abgesehen, die wild verfremdet durch den Technik-Farbtopf wanderten, bietet „BloodRayne“ allein äußerlich kaum Schauwerte. Die Dramaturgie bleibt dem Film verwehrt, da eine 1:1 Umsetzung eines Spielprinzips filmisch einfach nicht machbar ist. Simple Anforderungen, die nötig sind, um in einem Spiel verschiedene Level zu durchstehen, finden sich deshalb auch in der Umsetzung wieder: Entwende Gegenstand A von Ort B - bringe eben diesen zu Person Y - erhalte als Gegenleistung Gegenstand X.

Geschnürt werden diese „Level“abschnitte durch Reitsequenzen, die das abenteuerliche Flair eines „Herr der Ringe“ verbreiten sollen, im schlichten Betrachtungswinkel jedoch nur einen Zusammenhang zwischen den Handlungssträngen herstellen. Getragen wird ein Film natürlich von einem Mindestmaß an schauspielerischem Können, doch auch dieses hat Boll eindrucksvoll im Keim ersticken können. Ob es an der überwältigenden Anzahl überspitzter Kampfszenen lag und den Darstellern sprichwörtlich die Zunge im Hals stecken blieb? Oscarpreisträger Ben Kingsley. Im „Haus aus Sand und Nebel“ neben Jennifer Connelly vor wenigen Jahren noch bravourös spielend, scheint ihm die Leistung der anwesenden Kollegen auf das Gemüt geschlagen zu sein, anderweitig kann ich mir diese laienhafte Theatervorstellung einer Schul-AG in der Tat nicht erklären. Ob Boll mit großen Namen, die er auf Teufel komm raus immer wieder für seine Projekte gewinnen kann, Schwächen kompensieren möchte, die ohne Frage auf der Hand liegen?

Rayne, die sich in den Videospielen noch reichlich kontrovers gegen Unmengen von Nazischergen zur Wehr setzte, wetzt das bekannte Doppelschwert im Film verständlicherweise ausschließlich gegen Ihresgleichen. Um Freunden der wilden Fleischbeschau ihren Tribut zu zollen, öffnet Kristanna Loken das knappe Lederoutfit in einer „Alone in the Dark“ inspirierten Szene, die im Gesamten betrachtet zwar völlig aus dem Leeren gegriffen scheint und sich auch sonst jeglicher Wirkung entzieht, dem Zuschauer für die gelöhnten Euronen aber immerhin etwas Oberweite präsentiert. Erneut ein Paradebeispiel für die Unfähigkeit Bolls, durchgehend auf Charakterzeichnung setzende Dialoge zu gestalten. Aber gut, wenn es der Sache dient...

Das Umgehen sämtlicher Regeln des Filmemacher-Handbuchs scheint sich trotz ausbleibenden Erfolgs gelohnt zu haben, denn mit „BloodRayne 2“ steht im nächsten Jahr bereits ein für den Videomarkt konzipiertes Sequel im Wilden Westen (!) auf der Türschwelle. Verständlicherweise ohne Loken, die aus der Vergangenheit gelernt zu haben scheint. Und dennoch bleibt ihr Auftritt in eben diesem Fehltritt unvergessen. Und sei es nur wegen des herrlich verkrampften Gesichtsausdrucks. Für trashige Unterhaltung eignet „BloodRayne“ dann eben doch vorzüglich. Wir warten natürlich weiterhin gespannt auf kommende Meisterwerke aus dem Hause Boll KG. Ein Leatherface zum Frühstück verspeisender „Seed“ möchte kommen.

>> verfasst von Torsten Schrader


User - Kurzkritik/Kommentar


Kommentar Nr. 14 - Geschrieben von deSade am 02.07.2009 15:54 Uhr 10 %
Was ist mit diesem Uwe Boll nur passiert, dass er die schlechtesten Filme macht ,die man sich nur vorstellen kann. Oh bitte... Gott wenn es dich gibt, gib diesem Mann eine Erlösung für einen Yoga-Kurs - dort kann er gähnende Leere und Langweile sein ganzes Leben praktizieren!!! Weg mit diesem Unfähigen aller Filmemacher!

Kommentar Nr. 13 - Geschrieben von Shiftytos am 30.07.2008 14:05 Uhr 10 %
Meiner Meinung nach die schlechteste "Game"-Verfilmung die ich je gesehen habe.... Da greife ich doch lieber auf Blade oder Underworld zurück. -Nicht weiter zu empfehlen!-

Kommentar Nr. 12 - Geschrieben von Chris am 27.10.2007 13:24 Uhr 10 %
Uwe Bolls Adaption eines schon so ziemlich miesen Spiels wirkt wie ein angenehme Schlaftablette, mit Darstellern der 1 und 2 Klasse, die ebenfalls wie im Koma agieren und sich selbst im Overacting überbieten wollen. Wo die 20 Mille vom Prodibudi gelangt sind, weiß ich net, nur der Film ist zum einschlafen. Selbst die Kampfszenen wurden ohne Saft und Kraft in Szene gesetzt und Ittenbachs überblutige Hackereien wirken unwirklicher als die unwirklichen Gesichtsausdrücke von der Loken, die mal kurz ihre Brüste in die Kamera halten darf.

Kommentar Nr. 11 - Geschrieben von Nambuto am 03.09.2007 12:37 Uhr 10 %
Jetzt wissen wir es endlich, die Steigerung von abgrundtief, grottig und schlecht lautet Boll. Wirklich ein übles Machwerk. Eigentlich sollte die Erzeugung solcher Dreckswerke unter Strafe gestellt werden. Das einzig gute am Film sind die Special Effects von Ittenbach und die lächerlich unmotivierte Oben ohne-Szene von Loken. Endlich ein "Film" mit dem man politische Häftlinge foltern kann.

Kommentar Nr. 10 - Geschrieben von Das Maultier am 19.07.2007 12:12 Uhr 30 %
wouh der Film ist echt erm bemerkenswert, wenn man Feinschliff am gesamten Film angelegt und die Schauspieler vor Drehbeginn geweckt hätte, könnte der Film durchaus Spass machen.

Kommentar Nr. 9 - Geschrieben von Hotze am 17.05.2007 11:21 Uhr 50 %
Seitdem ich diesen Film gesehen habe, schaue bei jeder Horror-DVD erstmal auf der Rückseite nach, ob der Film nicht vielleicht von Boll ist, bevor ich sie ausleihe. Die schauspielerische Leistung der Akteure wirkt so, als hätte man am Set Schlaftabletten verteilt. Offensichtlich haben sich die Schauspieler schon beim Dreh gelangweilt. Einzig Meat Loaf als dekadenter Vampir hat ein wenig Witz und ist von ausgesucht schönen Nacktheiten umringt, weswegen er wohl nicht ganz so gelangweilt war. Die Ausstattung und die Story erinnern an Xena für Arme. Und dabei ist Xena schon für Arme. Dramaturgie, Schnitt und die Dialoge spotten jeder Beschreibung. Ach ja, Kristanna Loken macht die Bluse auf. Darauf haben sich bestimmt einige gefreut, nun ist wohl Geschmackssache. Dieser Film reiht sich nahtlos in sämtlichen Trash ein, den Boll vorher produziert hat. Müll. Einfach Müll. Eigentlich muss man nicht mehr dazu sagen.

Kommentar Nr. 8 - Geschrieben von Chainsaw am 04.05.2007 19:04 Uhr 50 %
Bloodrayne ist wirklich einer der schlechtesten Filme überhaupt. Andererseits ist er gerade deswegen so unterhaltsam und lustig. Außerdem fließt Blut in Strömen. Muss man gesehen haben. ;-)

Kommentar Nr. 7 - Geschrieben von andy jakob am 10.04.2007 11:19 Uhr 90 %
ich verstehe all diese hasskampagnen gegen uwe boll nicht. ich habe mir bloodrayne angeschaut und muss sagen, dass mich der film sehr gut unterhalten hat, wesentlich besser als underworld. klar geben die schauspieler nicht ihr allerbestes und die story ist nicht die originellste, aber der film ist von boll einwandfrei insziniert! bloodrayne macht wirklich spaß anzusehen und uwe boll hat hier nichts falsch gemacht.

Kommentar Nr. 6 - Geschrieben von omg ... am 25.02.2007 15:26 Uhr 10 %
Bitte nie wieder so einen schlechten Film ... Der Film ist echt grottig ... anderst kann man es einfach nicht mehr ausdrücken ... Alone in the Dark war ja schon schlecht nur der hier schafft es einfach noch schlechter zu sein ... Bitte Herr Boll versuchen sie es nie wieder ... ich währe ihnen sehr verbunden ^^

Kommentar Nr. 5 - Geschrieben von Floddi am 23.02.2007 01:22 Uhr 80 %
Also ich muss sagen, dass ich extrem positiv von diesem Film überrascht bin, vor allem wegen den überwiegend negativen Kritiken die mich lange abgeschreckt haben mir den Film anzusehn. Aber jetzt hab ich mich durchgerungen, und siehe da: Ich finde diesen Film gar nicht mal so übel, im Gegenteil ich finde ihn eigentlich gut. Vielleicht bin ich aber auch einfach zu anspruchslos... Meiner Meinung nach ist er aber auf jeden Fall einen Versuch wert.

Kommentar Nr. 4 - Geschrieben von Damon Fry am 30.12.2006 18:48 Uhr 10 %
Dampire? Herr Boll, warum lassen sie es nicht einfach?

Kommentar Nr. 3 - Geschrieben von Luceferi am 27.12.2006 19:40 Uhr 70 %
Also ich bin von diesem Film sehr angetan. Das Spiel kenne ich nicht, daher kann ich auch nicht beurteilen wie die Umsetzung ist. Die Story des Films ist sehr gut nur in der Ausführung hätte noch eine Menge mehr gemacht werden können. Für meinen Geschmack ist zu wenig auf die Artefakte und deren "Macht" eingegangen worden. Aber letztendlich kann ich nur sagen, daß einige der Kampfszenen über die schlechte Darstellung des Films hinwegtrösten. Wenn der Regisseur nur mehr auf die Artefakte eingegangen wäre und einige Sequenzen dafür gelöscht bzw. stark verbessert hätte würde ich sogar 90% dem Film geben.

Kommentar Nr. 2 - Geschrieben von Mister K. am 18.12.2006 15:19 Uhr 10 %
ich war wirklich überrascht von diesem Film! Nachdem ich mich schon mit "House of Dead" und "Alone in the Dark" rumschlagen musste, dachte ich nicht, dass der nächste Film noch schlechter sein konnte als seine Vorgänger - Dr. Uwe Boll konnte mich doch wieder eines besseren belehren! Ich war nun schon enttäuscht, dass er nicht wieder Videospielszenen in den Film gecuttet hat, wie bei "House of Dead". Die blutigen Effekte von Olaf Ittenbach waren ganz ansehlich, das muss ich schon zugeben, aber ansonsten wirkte es oft deplaziert und überzogen. Einer der schlechtesten Filme aller Zeiten??? Nun, so weit würd ich nicht gehen, aber schon verdammt nah dran!

Kommentar Nr. 1 - Geschrieben von Schibbaner am 17.12.2006 22:03 Uhr 10 %
Dieser Film ist wirklich einer der schlechtesten die ich je gesehen habe. Ich möchte deshalb nie wieder ein Bollwerk anschauen. Schade das ich nicht weniger wie 10 Punkte verteilen kann. :)

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