Alone in the Dark (2004)
Alone in the Dark (2004) (Alone in the Dark)
Kinostart: 24.02.2005
DVD-Start: 02.11.2005
FSK-Freigabe:  ab 18
Länge: 99 Minuten
Studio: Lions Gate Films/Concorde
Regie: Uwe Boll
Drehbuch: Michael Roesch, Peter Scheerer
Darsteller: Christian Slater, Tara Reid, Stephen Dorff
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Inhalt
Auf der Suche nach den Hintergründen für den mysteriösen Tod seines besten Freundes stößt Detektiv Edward Carnby (Christian Slater), seines Zeichens Spezialist für das Paranormale und Übersinnliche in all seinen vielfältigen Erscheinungsformen, auf unheilige Spuren zu einer der Küste vorgelagerten Insel. Dort macht sich ausgerechnet jetzt eine jahrtausendealte Dämonenkultur bereit, die unterirdischen Katakomben zu verlassen und aufs neue das Zepter der Weltherrschaft zu ergreifen. Edward und seine Ex-Freundin Aline (Tara Reid), eine Anthropologin, wollen das verhindern.

Kritik

Die drei meistgehassten Regisseure ...
... im Internet sind Paul Ws. Anderson, M. Night Shyamalan und Uwe Boll. Während die beiden ersteren jedoch ohne Zweifel unbestreitbare Qualitäten aufweisen können, hat es der deutsche Regisseur besonders schwer, da seine Filme in den allermeisten Fällen weder auf der handwerklichen, noch auf der inhaltlichen Ebene funktionieren. Offenbar ist dies traurigerweise Grund genug für einige Internetuser, ihm offenkundig den Tod zu wünschen. Es wäre an dieser Stelle also ein leichtes, eine schlechte und reißerische Rezension zu seiner Videospielverfilmung „Alone in the Dark“ runterzutippen und ebenfalls die infantile Verhaltensweise besagter Menschen nachzuahmen. Da es aber keinen Grund gibt, jemanden für einen schlechten Film persönlich anzugreifen, sind folgende Zeilen der Versuch einer angemessenen Kritik. Womit eigentlich auch schon verraten ist, dass dieser Film leider enttäuscht.

Der Film greift einzelne Charaktere aus dem vierten „Alone in the dark“-Spiel auf, um sie in eine neue, thematisch ähnliche Geschichte zu werfen. Im Zentrum steht Edward Carnby, der als Kind in einem Waisenhaus aufgewachsen ist, in dem aber einige merkwürdige Dinge vorgefallen sind, an die er sich nur bruchstückhaft erinnern kann. Klar ist ihm nur, dass er aus irgendeinem Grund eines Tages geflohen ist und auf seiner Flucht Kreaturen begegnet ist, die er kaum beschreiben kann. Seine fehlenden Erinnerungen sind für ihn der Auslöser, weshalb er sich später in seinem Leben mit paranormalen Phänomenen beschäftigt. Aktuelle Forschungen seinerseits gelten Abkani-Artefakten, die über die ganze Welt verstreut sind.

Die Abkani waren eine alte Zivilisation, die vor tausenden von Jahren das Tor zur Dunkelheit entdeckt haben. Dieses wurde zwar wieder geschlossen, aber ebenso ist die gesamte Kultur auf einem Schlag von der Erde verschwunden. Carnby`s Freundin Aline, die als Kuratorin in einem ethnologischen Museum tätig ist, beschäftigt sich ebenfalls unter der Leitung von Professor Hudgens mit den Abkani. Als dieser auf einer Expedition ein weiteres Artefakt – eine mysteriöse Kiste – findet und diese geöffnet wird, tauchen plötzlich finstere Kreaturen auf, die offenbar eine Gefahr für die Menschheit bedeuten. Das ruft die Spezialeinheit 713 auf den Plan – bei der Carnby ehemals tätig war –, und mit Waffengewalt gegen die Ungetüme vorgehen. Offenbar hat Hudgens jedoch eigene Interessen, die u.a. die Menschen auf den Plan rufen, die mit Carnby im besagtem Waisenhaus gelebt haben.

Komplexität ohne Komplexität

Wirkt diese Einleitung schon etwas konfus? Obwohl der Film nicht besonders viel mit den Spielen gemeinsam hat, stellt er trotzdem ein relativ komplexes Universum dar, in dem verschiedene Parteien und Mächte agieren. Schon die ellenlange Einleitung des Filmes in Form eines Lauftextes lässt die umfangreiche Dimension der kommenden Ereignisse in der Handlung erahnen. Doch während die ersten Minuten des Films immerhin noch funktionieren und auf eine spannende Fortführung der Geschichte hoffen lassen, verliert sich „Alone in the dark“ nach und nach immer weiter in Subplots und offen gelassenen Fragen. Das Drehbuch scheitert bei dem Versuch, eine Erzählung zu präsentieren und hat es zudem schwer, das richtige Tempo zu wählen. Schnelle Sequenzen wechseln sich ohne Taktgefühl mit schleppenden Szenen ab und vermitteln so eher das Gefühl von einem wilden Zusammenschnitt statt eines Zusammenhangs.

Die anfangs noch relativ gut aufgebaute düster-mystische Grundstimmung verliert sich mit fortschreitender Laufzeit. Die Action- und Gore-Elemente nehmen ebenso zu wie sich die Dümmlichkeit der Dialoge steigert und trashige Elemente – beispielsweise unglaubwürdige Darstellungen von Computeranalysen – sich häufen. Trotz des überraschenden Endes bleibt nach dem Abspann die Enttäuschung darüber, dass der Film die prinzipiell interessanten Elemente der Exposition nicht aufgreift und näher erläutert. Naja, der Begriff der „Exposition“ ist vielleicht zu hoch gegriffen, denn obwohl das missratene Script ein einziges Drama ist, hat es längst nicht das Zeug zu solch einem. Selbst auf dem Niveau eines Action-Horrorfilms nicht.

Ebenso ärgerlich ist die Charakterdarstellung seitens der Schauspieler, also auch vom Drehbuch selbst. Mit Christian Slater ist optisch der passende Darsteller für die Figur des Edward Carnby gefunden worden; jedenfalls wenn sie an den Maßstäben des vierten Teils der Spieleserie gemessen wird. Leider stellt das Script seine Figur nur unzureichend vor lässt ihn zu einem eindimensionalen Actionhelden verkommen. Dabei hilft es wenig, dass Slater recht hölzern agiert. Auch der restliche Cast der Hauptfiguren spielt unverkennbar unmotiviert. Tara Reid wirkt als Kuratorin ebenso unüberzeugend wie Stephen Dorff als Anführer einer Spezialeinheit. Bemerkenswert und ebenso kurios an dieser Stelle ist, dass einige Nebendarsteller im Vergleich zu den Hauptdarstellern tatsächlich glaubwürdiger agieren.

verschwendetes Potential

In erster Linie ist das Script hauptverantwortlich dafür, dass der Film daran scheitert eine akzeptable Verfilmung des Quellmaterials zu sein. Auf den anderen Ebenen hat der Film aber ebenso Schwächen, obwohl handwerklich und technisch an vielen Stellen das Potential zu sehen ist, dass leider nicht ausgeschöpft wurde. Es gibt Szenen, die sich erstaunlich stimmungsvoll präsentieren und so tatsächlich die Anerkennung des Zuschauers gewinnen können. Teilweise ist dafür der Soundtrack verantwortlich, der mit minimalistischem Industrialsounds Grusel oder mit sanft klingenden Blasinstrumenten eine mystische Atmosphäre erzeugt. Ebenso sind einige Action- und Effektszenen flott und elegant in Szene gesetzt worden. Ja, es gibt sogar zahlreiche Kameraeinstellungen und -fahrten, die hervorragend sind.

Leider stehen diesen guten Ansätzen viele gegenteilige Elemente entgegen. Eine gelungene Szene wird durch mehrere aufeinanderfolgende schlechte getilgt, was sich besonders bei der Actionkomponente bemerkbar macht. War die Hintergrundmusik an einigen Stellen bemerkenswert, wirkt sie an anderen plötzlich dilletantisch und ungeschickt. Trotz der passenden Kulissen erweist sich deren amateurhafte Beleuchtung als problematisch. Oft sind Lichtquellen, die sich meist als Lichtkleckse im Bild zeigen, willkürlich und geben den Protagonisten durch ihre üppige Verwendung so gut wie nie die Möglichkeit „alone in the dark“ zu sein. Das einige Requisiten etwas zu künstlich aussehen, die CGI-Monster stellenweise wie aufgescheuchte Frösche durch die Gegend hoppeln und die Maske an vielen Stellen negativ auffällt, macht den Gesamteindruck nicht besser.

Auch wenn dies nicht die allerschlechteste Videospielverfilung ist, die je produziert wurde, ist „Alone in the dark“ besonders für Freunde der Spieleserie eine Enttäuschung, bietet aber auch für anspruchsvolle Zuschauer, denen das Quellmaterial fremd ist, nicht genug Argumente für eine Empfehlung. Schade, denn das Potential ist an vielen Stellen erkennbar und dies lässt vermuten, dass Uwe Boll und sein Team mit etwas mehr Geschick durchaus in der Lage gewesen wären, einen ansprechenden Film zu formen. Immerhin: Aufgrund des inhaltlichen und filmischen Patchworks wird der Film zumindest für Freunde trashiger B-Movie-Unterhaltung nie wirklich langweilig. Und fairerweise sei gesagt: Besser als so mancher direct-to-DVD-Schrott ist der Film trotz seiner enormen Schwächen allemal.

Eine kleine Anmerkung noch: Der Director`s Cut beinhaltet gegenüber der Kinoversion einige weitere erklärende Szenen, die den Film minimal aufwerten. Rausgefallen ist eine sehr schlecht inszenierte und ebenso schlecht plazierte Sexszene zwischen Aline und und Carnby.

>> verfasst von Michael Cherdchupan (www.frightening.de)


User - Kurzkritik/Kommentar


Kommentar Nr. 18 - Geschrieben von basti am 25.11.2009 23:45 Uhr 10 %
an alle die sagen der film sei gut - bitte aufwachen! aber egal, jeder hat seine meinung; mein kommentar soll eine warnung sein, bitte lest es bevor ihr euch den film anseht, denn bei dem kann man nicht einmal einschlafen, weil er nicht nur saulangweilig sondern auch so unfassbar schlecht ist dass es wehtut. NICHT ANSEHEN

Kommentar Nr. 17 - Geschrieben von Tom SAWyer am 10.06.2009 20:15 Uhr 50 %
Sehr, sehr durchschnittlich!!! Aber eine echt heiße Tara Reid...!

Kommentar Nr. 16 - Geschrieben von angrydog am 08.12.2007 22:26 Uhr 60 %
Man merkt sofort,daß kaum einer hier eine eigene subjektive Meinung hat :) Würden auch nur 10 prozent der Filme die in Deutschland gemacht werden...diese qualität haben.. würd ich sogar mal den Fernseher einschalten :) popkorn kino :) ..Legt man ein und schaut auch bis zum schluß :) möchtegern filmkritiker die noch nie eine Kamera in der Hand hatten...einfach nich hinsehen ok? :)

Kommentar Nr. 15 - Geschrieben von Steffen 76 am 06.11.2007 12:02 Uhr 40 %
Mehr ist nicht drin für diesen Film!

Kommentar Nr. 14 - Geschrieben von Chris am 27.10.2007 13:35 Uhr 10 %
"Alone" ist ganz allein auf der weiten Flur, ebenso wie sein Hauptdarsteller Christian Slater, der einst mit Filmen wie "Im Namen der Rose", "Robin Hood" oder "Broken Arrow" Erfolge verbuchen konnte. Tara Reid, das Blondchen aus "American Pie" gibt die taffe Forscherin, das die Monster nicht lachen. Die Story ist platt und sinnfrei, wird bis auf die Hauptfigur und den Titel dem Spiel nicht gerecht. Das der Film rund 20 Mille gekostet haben soll, sieht man ihm kaum an und zum Glück ging er im Kino unter, um auf DVD so richtig zu punkten. Uwe Boll mag bei der Wahl der Stoffe, nicht wählerisch sein, doch man kann ihm nicht die ganze Schuld an diesem filmischen Dilemma geben.

Kommentar Nr. 13 - Geschrieben von EdNorton am 13.07.2007 11:53 Uhr 10 %
Selbst wenn man sich nur Fun Splatter ohne Story erwartet wird man enttäuscht. Dieser Film ist so schlecht, dass man gar nicht oft genug erwähnen kann, wie schlecht er ist. Auch wenns hart klingt - es ist wahr!

Kommentar Nr. 12 - Geschrieben von Mario 26.05.2007 am 26.05.2007 21:00 Uhr 10 %
Totaler Dreck!

Kommentar Nr. 11 - Geschrieben von Hotze am 17.05.2007 10:01 Uhr 10 %
Ja, dieser Film ist schlecht. Sogar sehr schlecht. Wie schafft es Boll nur immer wieder so bekannte und mitunter hoch dekorierte Schauspieler für sein D-Movies zu verpflichten.

Kommentar Nr. 10 - Geschrieben von Nightstalker am 13.05.2007 13:51 Uhr 40 %
Mein erster Boll film und so schlecht wie alle immer meinen ist er auch nicht sicher ist es kein Meisterwerk aber er hat einige sehr gute Stellen. Was den Film gefehlt hat war meiner meinung nach die Spannung.

Kommentar Nr. 9 - Geschrieben von Nostrox am 11.05.2007 19:49 Uhr 10 %
Einer der schlechtesten und langweiligsten Filme die ich gesehen habe, wirklich entäuschend wenn man bedenkt was für ein Potenzial in der Story steckt...

Kommentar Nr. 8 - Geschrieben von Freier Filmkritiker am 07.05.2007 09:58 Uhr 20 %
Der Film bleibt unter den hohen Erwartungen die er sich durch seine intensive Werbung selber gestellt hat. Übrig bleibt ein langweiliger Film den man sich kein zweites Mal anschaut.

Kommentar Nr. 7 - Geschrieben von Waldwaerchter am 08.02.2007 00:30 Uhr 80 %
Weiss gar nicht was ihr so alle habt. Vergleicht man den Film nicht mit dem Spiel ist er noch unterhaltsam. Aber da es ja immer die nörgler gibt die immer wieder einen Superfilm erwarten, finde ich es traurig. Deutschland alleine macht doch nur mist und dreht Komödien und wenn ein Deutscher versucht mal etwas aufzustellen wird er von euch abgehängt.. Ich finde den Film relativ gut (klar könnte besser sein ). Aber ich ziehe auch keine Vergleiche...den ich schaue mir ein film an, nicht ein PC Spiel.

Kommentar Nr. 6 - Geschrieben von Eddy am 21.01.2007 18:30 Uhr 80 %
Ich hab absolut kein plan was alle gegen den film haben, ich finde ihn sehr gut , auch wegen der schauspieler !

Kommentar Nr. 5 - Geschrieben von Saw Man am 18.11.2006 09:04 Uhr 50 %
Was hätte man aus dem Film machen können... Viele gute Ansätze mit null Ausreifungen. Schade drum, denn Herr Boll ist einer der wenigen, die sich scheuen, auch splattrig alles darzustellen wie in den Spielen. Er sollte nur an seinen Dramaturgien noch mehr feilen. Schade, schade.

Kommentar Nr. 4 - Geschrieben von metalhead am 02.10.2006 01:49 Uhr 10 %
Ein guter Schauspieler kann keinen schlechten Film retten. Wurde den Games nicht gerecht.

Kommentar Nr. 3 - Geschrieben von Nadine am 27.09.2006 16:53 Uhr 20 %
Ich hab mir wesentlich mehr vom Film erwartet. Nun ja, 20 % gibts wegen Christian ;)

Kommentar Nr. 2 - Geschrieben von Ann am 24.09.2006 22:28 Uhr 10 %
Das Setting ist gut... das war`s aber schon!

Kommentar Nr. 1 - Geschrieben von Damon Fry am 24.09.2006 20:42 Uhr 10 %
Eine der schlechtesten Videospielverfilmungen überhaupt. Schade um die Darsteller.

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